August 21

Liebes Tagebuch #006

Es ist ja schon etwas länger her, dass ich etwas geschrieben habe.
Das liegt an mehreren Faktoren. Zum Einen war ich in meiner Geburtstagswoche eigentlich ziemlich aufgedreht und auch mit Freunden was trinken, zum Anderen war ich in der letzten Juliwoche auf dem Drachenfest.

Das Drachenfest hat mega Spaß gemacht. Ich habe dabei festgestellt, dass ich ein Hobby ziemlich vernachlässigt habe. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Ob nochmal als NSC oder als SC wird sich dann zeigen.
Dieses Jahr war ich am Stand der Engelsschmiede tätig. Das Wetter war mega, auch wenn ich nachts immer ein wenig gefroren habe. Es gab ein wenig Regen, aber das war weniger schlimm. Meiner guten Laune hat das keinen Abbruch getan. Habe viele neue Leute kennen gelernt, hatte Disney-Spaß mit Met im Zuber, habe IT geheiratet. Es war einfach eine fantastische Woche.
Habe eigentlich deswegen immernoch Schwierigkeiten mich an die Realität zu gewöhnen. Vor allen Dingen in der ersten Woche wirkte alles noch ziemlich unwirklich: die Arbeit, meine Probleme, das Alltägliche.

Ich würde gerne immer in dieser Welt leben, auch wenn ich weiß, dass das nicht geht. Wenn man das umsetzen würde, würde ich wahrscheinlich auch irgendwann in dieser Welt mir eine andere Welt wünschen, sie wäre nichts mehr Besonderes. Deswegen lasse ich das lieber.
Lebe solange in dieser Realität bis ich wieder in meinen Charakter schlüpfen kann.
Mein Konzept werde ich bis nächstes Jahr auf jeden Fall noch ausweiten und festigen.
Plus: Ich habe noch einige Besorgungen zu machen. Ich brauche definitiv ein eigenes Zelt, eventuell sogar sowas wie ne Zeltheizung. Dann eine Luftmatratze, bin definitv kein Fan von Feldbetten. Diese Luftmatratze werde ich dann mit Decken und Kunstfellen überdecken, dann hab ichs kuschelig warm. Ich habe auch gesehen, dass es Zeltteppiche gibt, wird auch gekauft. Dann brauche ich auf jeden Fall noch ein kleines Tischlein, damit ich mein IT-Spiel auch vervollständigen kann. Werde dann Tarot-Karten legen und ein bisschen wahrsagen. Darauf habe ich echt Lust.
Deswegen brauche ich auch ein eigenes Zelt, damit ich das halt eben auch als Spielort nutzen kann.
Ach, das wird einfach toll.
Es geht mir gerade gut. Ich habe immer mal ein paar Tiefpunkte, glaube dann nicht an mich oder meine Fähigkeiten. Es ist nach wie vor anstrengend ich zu sein, aber ich gebe mein Bestes. Mehr kann ich nicht machen. Mehr kann man nicht von mir erwarten.

~ Intermission ~

Ich habe mich piercen lassen: Links an der Unterlippe – Labret. Ich finde, dass es gut aussieht. Meine Familie ist enttäuscht. Das macht mir schon zu schaffen. Wie ich mit einem kleinen Stück Plastik die Enttäuschung so entfachen kann, kann ich das bereits als Talent bewerten?
Vor allen Dingen, wenn ich daran denke, was mein Bruder bereits in seinem Leben getan hat, wo er steht, was er macht. Und man steht immernoch zu ihm. Und ich lasse mir ein Stückchen Plastik durch die Unterlippe bohren und bin der Satan schlechthin. Das Leben ist in solchen Momenten mehr als unfair.
Aber ich muss lernen einfach damit umzugehen, egal wie sehr es mich verletzt.  So ist das eben. Ich bin nunmal gut darin Menschen zu enttäuschen.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann wird mir kalt. Ich weiß, dass wenn mir kalt ist, obwohl es eigentlich sehr warm ist, dann geht es mir nicht gut.
Wie das Schreiben von unterschiedlichen Stimmungen mich dazu bringt auch unterschiedlich nachzuempfinden – auch wenn ich mich davon eigentlich beeinflussen lassen will. Keine Ahnung, ob das normal ist oder nicht. Ich habe nie eine andere Person gefragt, ob und wie sie fühlt.

Mir ist gerade eher danach mich in meine Decke einzuwickeln und dort zu bleiben. Solange wie es eben dauert. Wenn ich sagen müsste, was ich gerade fühle….ich versuche es mal.
Traurigkeit………………………………..Leere………..Hunger………….Verzweiflung……….Liebe……………………Verwirrung…………………….Eifersucht………Wut……………..Ekel………………………………Stagnation……………..Angst……………………………………………….Seelischer Schmerz…..und körperlicher Schmerz…………………………………..Anspannung…………………..und trotzdem eine seltsame Ruhe.
Jeder Punkt, steht für ein Moment, wo ich darüber nachdenken musste, was genau in mir vorgeht. Ich wette, dass das eigentlich noch nicht alles ist. Aber es sind die Gefühle, die ich aktuell rausfiltern kann. Es ist eh immer schwer für mich zu entziffern/dekodieren, was ich fühle.

Ich will wieder aufs Drachenfest. Da ging es mir gut. Da fühlte ich mich aus irgendeinem Grund geborgen.
Werde jetzt nochmal versuchen etwas zu schlafen. Habe die halbe Nacht nämlich wieder wach gelegen, konnte nicht durchschlafen. Es wird in den letzten Tagen wieder häufiger. Und seit der Geschichte mit der Enttäuschung ist es wieder verstärkt worden.
Also erstmal „gute Nacht“ und so weiter. Bis zum nächsten Mal!

Juli 11

Liebes Tagebuch #005

Heute geht es mir gut. Am Freitag war ich auf dem Sommerfest unserer Firma. Es hat richtig Spaß gemacht.
Es gab leckeres Essen (Burger) und die Location war echt cool. Mir hat die Stimmung gefallen und ich konnte mich sogar entspannen.
Einzig negativer Punkt: Der DJ war echt beschissen. Beinahe hätten meine Ohren geblutet.

Am Samstag bin ich dann aufs Stahlfest in die Engelsschmiede. Es hat mega Spaß gemacht.
Auch da war ich mir vorher unsicher, ob ich überhaupt hinfahren sollte.
Aber ich bin sehr froh, dass ich es schlussendlich doch gemacht habe. So konnte ich mich mit jeder Menge coolen Leuten unterhalten.
Teilweise auch die Leute, die ebenfalls aufs Drachenfest fahren. Ich freue mich schon richtig darauf.
Kann es auch nur jedem empfehlen, der Lust auf Rollenspiel in „echt“ hat.

Jedenfalls habe ich am Sonntag sehr gut entspannen können. Was schon ewig nicht mehr vorgekommen ist.
Jetzt sitze ich an meinem Rechner und höre coole, lustige Musik von den 70er über die 80er und 90er bis 2014.
Sachen, die ich natürlich nicht so sehr mag, skippe ich, aber ansonsten macht auch das gerade sehr viel Spaß :)

Ich hatte schon beinahe die Hoffnung daran verloren, dass das Leben auch mal schön sein kann.

Juli 1

Liebes Tagebuch #004

Habe länger nichts mehr geschrieben. Habe mich länger nicht gut genug dafür gefühlt. Aktuell frage ich mich, was ich in meinem Leben noch alles machen will. Oder ob ich es nicht einfach hier und jetzt beende. Es ist eh alles zu anstrengend, zu kompliziert, zu……  Ich gehe mir selbst auf den Sack. Bin nicht stark genug, bekomme wichtige Dinge privat einfach nicht auf die Reihe, kann nicht in den Spiegeln schauen und zufrieden oder stolz sein. Ich möchte alles niederreißen was mit mir zu tun hat. Ich möchte nichts mehr fühlen, dieser Schmerz zerfrisst mich einfach. Atmen ist anstrengend, aufstehen ist anstrengend, leben ist anstrengend.

Was soll man machen, wenn man schon aufgegeben hat? Was macht man, wenn da niemand ist, der einen versteht, einen unterstützt? Warum muss ich immer für andere da sein, wenn das niemand für mich kann? Warum sieht man nicht, dass es mir schlecht geht, kommt auf mich zu und nimmt mich einfach in den Arm? Was habe ich in meinem jetztigen Leben, was in meinem früheren Leben falsch gemacht, dass ich das nicht verdiene? Ist mein Karma so schlecht?

Warum frage ich mich eigentlich all diese Dinge?
Es tut eh nichts zur Sache. Es ist egal. Ich werde niemals eine Antwort auf meine Fragen bekommen und niemals meine Wünsche erfüllt bekommen. Irgendwie habe ich mich bereits damit abgefunden, doch schmerzen tut es dennoch sehr. Ich werde immer alleine sein. Und deswegen ist es auch egal. Es wird mich niemand vermissen. Ich werde mich vor allen Dingen nicht vermissen. Es bringt nichts mir da etwas vorzumachen. Es ist wie es ist.

Also warum versuche ich immer weiterzumachen? Ich weiß es nicht. Hat es einen Grund? Kann ich nicht einfach in die Haut eines anderen Menschen schlüpfen, den ich mag oder bewundere? Jemand, der von allen gemocht wird. Jemand, der nicht Tag für Tag kämpfen muss. Jemand, den man vermisst. Jemand, den man sieht. Jemanden, den man liebt.
Doch so ein Mensch werde ich niemals werden.
Es mag weinerlich klingen. Es mag sich für andere falsch anhören. Aber ich ecke eh überall an, warum dann nicht auch in meinen ehrlichen Ansichten?

Erwarte ich zu viel von Anderen? Erwarte ich zu viel von mir? Es ist so verflucht anstrengend und ich bin so verflucht müde. Jetzt einfach schlafen. Für immer schlafen. Es vermisst mich niemand.

Juni 18

Liebes Tagebuch #003

Ich war am Mittwoch in einer Klinik. In einer Klinik für Psychotherapie. Ein Therapeut, den ich aufgesucht hatte wegen meiner unkontrollierbaren Wutattacken, hatte mir empfohlen mal einen Termin dort zu machen.

Auf dem Weg zu der Klinik hatte ich eine Panikattacke: „Was, wenn ich mich verlaufe? Ich werde gerade von allen Menschen verurteilt, sie wissen wohin ich gehe und, dass ich nicht normal bin. Ich habe Angst, dass mir dort keiner glaubt. Dass man mich wieder auslacht und als Lügnerin hinstellt. Was mache ich nur, wenn ich das Gebäude nicht finde?“ Ständig kreisten diese Gedanken ihn meinem Kopf herum.

10:30 Uhr sollte ich da sein. Ich war um kurz vor 10 Uhr an der Anmeldung im Gebäude N. Soweit hatte ich erstmal alles geschafft. Die erste Welle der Beruhigung. Dann wieder Anspannung: Ich muss noch den richtigen Raum finden. Um mich herum Patienten der ambulanten Tagesklinik und ich sitze auf dem Klappstuhl, der an der Wand angebracht ist und warte auf die Psychologin.
10:25 Uhr und immernoch kein Zeichen von ihr. Weil ich seit 10 Uhr da rumsitze wie bestellt und nicht abgeholt, weiß ich, dass jeder, der mich sieht, mich verurteilt, sich über mich kaputtlacht. Ich starre angestrengt aus dem Fenster und versuche ruhig zu bleiben.
10:38 Uhr und die nächste Panikattacke macht sich bereit mich zu überschwemmen, da kommt die Psychologin endlich um die Ecke. Ich war richtig, sie nur etwas unpünktlich. Erste Gedanken an komplette Ablehnung machen sich bei mir bemerkbar.

Das „Vorstellungsgespräch“ beginnt: Wie bin ich auf diese Klinik aufmerksam geworden, ob ich schonmal eine Therapie gemacht hätte und und und. Und dann wird über den Verdacht diskutiert, den der Therapeut geäußert hat. Es werden Kriterien gesammelt, um eine Diagnose stellen zu können. Und dann bekomme ich Infos. Jede Menge Infos. Anlaufstellen, ein Formular für die Anmeldung in die Tagesklinik, einen Muster-Therapieplan. Und als ich die Worte „12 Wochen sind Sie dann hier von morgens bis abends“ höre, verschiebt sich die Realität. Ich sehe, wie sich ihr Mund bewegt, alles ist irgendwie in Zeitlupe, den Sound hat jemand abgestellt. Es ist alles zu viel. Ich spüre mich selbst nicht mehr. Ich bermerke wohl, dass ich nicke und irgendwas sage, aber ich kann mich an nichts erinnern.
Ein Handschlag: ich verspreche ihr entweder in die Klinik zu kommen oder anzurufen, wenn meine Suizidgedanken ein Ausmaß annehmen, welches ich nicht mehr kontrollieren kann, obwohl ich noch nie den Versuch gemacht habe.
Auf der Anmeldung zur Tagesklinik steht „Hochrisikoverhalten: bewusst über vielbefahrene Straßen gehen“ – es würde dazu noch ein Vertrag geschlossen werden bei Aufnahme, dass ich das nicht mehr mache.
Ein weiterer Handschlag zum Abschied und die Botschaft an mich, dass sie es toll findet, dass ich heute in der Klinik war. Es gehöre viel Mut dazu.
Ein Tipp für mich, wenn ich unausgeglichen bin: meinen Lieblingsfilm oder Serie gucken.

Auf dem Weg nach Hause laufe ich neben mir her. Der Weg zurück hat fast 40 Minuten gedauert, aber gefühlt waren es 5 Minuten. Auch hier habe ich Vieles nicht mitbekommen. Alles ist in meiner Erinnerung nur sehr wirr und verschwommen. Ich kann von Glück reden, dass mir nichts passiert ist.

Jetzt heißt es darauf warten, dass ich einen Therapieplatz bekomme. Ich weiß noch nicht, wie ich die Anlaufstellen in Anspruch nehme, bin noch ziemlich platt von dem Ergebnis.
Es ist noch nicht wirklich zu mir durchgedrungen:

Ich bin Borderlinerin.

Mai 29

Warum kann ich nicht einfach jemand anderes sein?

Heute war ein sehr schlimmer Tag. Hab gestern Abend Dinge erfahren, die mich wieder ein ein Loch haben fallen lassen.
Einzige Gedanken: Warum wusste ich das nicht? Warum wird mir das angetan? Wie soll ich damit umgehen? Was habe ich falsch gemacht? Warum bin ich es nicht wert?
Ich habe versagt. Aber darin bin ich wenigstens gut. Im Versagen. Es tut alles gerade so unglaublich weh. Als wäre ich ein emotionales Brandopfer und statt mich in Ruhe zu lassen, fassen mich Millionen Menschen an.
Ich will nicht angefasst werden. Ich will nicht allein gelassen werden. Ich will….ich weiß es nicht.
Darüber nachzudenken, dass der Tod einem vielleicht helfen könnte, ist bestimmt der falsche Ansatz. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, nicht darüber nachgedacht zu haben.

Habe mir heute eigentlich verboten zu essen. Habe dann schließlich doch Nudeln gebraten. Eine kleine Portion habe ich gegessen. Habe immernoch großen Hunger, werde aber nichts mehr essen. Nicht weil ich meinen Körper hässlich finde, nicht weil ich denke, ich sei zu dick. Einfach nur, weil ich es einfach nicht verdient habe, Nahrung aufzunehmen.
Ich habe mir ebenso verboten Alkohol zu trinken. Es würde vielleicht helfen. Die Flasche Sekt ist kalt gestellt. Aber ich darf nichts essen, nichts trinken.
Es geht mir dreckig. Habe heute viel geweint. Es ist einfach zu viel. Alle hassen mich und ich hasse alles. Am meisten mich selbst.
Warum kann ich nicht einfach jemand anderes sein? Warum ist das Leben eigentlich so schmerzhaft und schwer? Liegt das an mir? Liegt es an was Anderem?

Morgen heißt es wieder eine Maske aufsetzen. Morgen heißt es wieder Lächeln zum Wohle der Gemeinschaft. Die Hoffnung ist da, dass die Arbeit meine Gedanken auf Trab hält und ich dann nicht darüber nachdenken muss, was ich wiedermal nicht geschafft habe, was ich wiedermal unwiderbringlich zerstört habe.

Ich will doch auch nur geliebt werden. So geliebt werden, wie ich liebe. Mit ganzem Herzen, 200%. Ganz oder gar nicht. Es gibt nichts anderes.
Jetzt sitze ich hier und schreibe. Versuche ein wenig mein Innerstes zu beschreiben. Und ich weine auch jetzt. Zwar nicht in diesen schweren Schüben von heute morgen und heute mittag, aber ich weine. Und habe eigentlich viel zu wenig Flüssigkeit aufgenommen, um noch weinen zu können. Und trotzdem.
Es bricht alles aus, was ich die letzten Monate so vehement versucht habe zu unterdrücken. Wo ich vehement versucht habe nicht dran zu denken. Wo ich vehement alles von mir geschoben habe.

Es ist so anstrengend. Ich bin einfach nur müde und komplett erschöpft von diesem Tag, von mir selbst. Ich hasse meinen Kopf. Warum ist der nicht mit Schalter.
Stille ist unerträglich, Einsamkeit ist unerträglich – das Alleinsein. Wenn nichts da ist, dass einen ablenken kann, werden die Stimmen lauter.
Und trotzdem ertrage ich Nähe aktuell nicht. Es ist ein verfluchter Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt.

Warum kann ich nicht einfach jemand anderes sein?

Mai 20

Liebes Tagebuch #002

Heute ist wieder so ein Tag. Ich bitte übrigens alle Rechtschreibfehler zu entschuldigen, denn ich bin stärker angetrunken, als ich es eigentlich zugeben wollen würde.
Tatwaffe: Jules Mumm Rosé Dry.
Ich bin wiedermal in einem Loch gelandet und würde gerne da hinaus. Wenn ich Glück habe, dann habe ich am Mittwoch die Zeit darüber zu reden.
Memo an alle: Betrunken Zwiebeln und Knoblauch schneiden ist gefährlicher als man denkt. Habe mir soeben eine leckere Gebratene Nudel-Pfanne gemacht. Zu viel Chili allerdings. Es ist höllisch scharf. Mal sehen wie ich es vertrage.
Währenddessen bin ich mit meinem besten Freund im TeamSpeak und gucke nebenher Naruto Folge 5 xD
Eigentlich mochte ich Naruto nie wirklich. Naruto selbst finde ich auch sehr anstrengend bis nervig. Aber ich mag Kakashi Hatake. Der ist gazn cool.Und Naruto Shippuden ist auch angenehmer zu gucken als Naruto selbst.
Jedenfalls heißt die Foge „Wo ist euer Teamgeist?“

Meine gebratenen Nudeln sind fantastisch. Mein Sekt passt dazu aber eigentlich weniger….

Heute morgen ging es mir mehr als beschissen. Aktuell ist es besser. Seit ich etwas trinke geht es mir besser. Seit ich meinen Sekt trinke geht es mir besser.
Ich würde eigentlich noch gerne wissen, ob es mir auch besser gehen würde, wenn ich mit eine Paracetamol eingeworfen hätte. Interessante Frage.
Beim nächsten Mal versuche ich das. Denn dann ist der Sekt ja leer.

Ich wünsche noch einen schönen Abend…..

Mai 18

Liebes Tagebuch #001

Heute war ein anstrengender Tag. Betriebsratssitzung. Da ich nicht nur vollwertiges Mitglied, sonder auch stellvertretende Vorsitzende bin, sollte ich auch anwesend sein. Jede Menge Themen auf der Liste. Einige interessieren mich mehr, andere weniger. Ich musste heute ebenfalls Protokoll führen. Ich habe noch nicht ein Protokoll während und von einer Betriebsratssitzung geführt. Anfängliche Überforderung. Schlussendlich hat es doch alles geklappt. Das ins Reine schreiben wird auf morgen verschoben.
17:34 Uhr dann endlich Feierabend. Ich mag meine Arbeit, aber wenn man um 8:00 Uhr anfängt, ist irgendwann die Luft raus. Mein Punkt war eben um 17:34 Uhr erreicht.
Anders als sonst bin ich heute entspannt zur Bahn gegangen, denn ich habe für den heutigen Tag einfach keine Lust mehr.
Mein Kopf tut weh und ich fühl mich leicht angematscht. Zumindest ist das meine offizielle Aussage. Eigentlich habe ich einfach nur keine Lust mehr auf andere Menschen. Brauche unbedingt Urlaub. Aber nicht von der Arbeit, sondern einzig und allein von anderen Menschen. Einfach in den Tag hineinleben und mit niemandem reden müssen. Es juckt mich ebenfalls in den Fingern die komplette nächste Woche durchzuzocken. Einfach am Samstagabend an den Rechner gesetzt (an dem Samstag selbst habe ich noch ein Shooting) und dann an dem übernächsten Sonntagabend aufgestanden und ausgemacht. Auf normale Schlafenszeiten gepfiffen. Nachts läuft aktuell eh das Partyvolk der Studenten unter meinem Fenster entlang und weckt mich, wenn ich es denn geschafft habe einzuschlafen.
Das ist gar nicht so leicht. Auch letzte Nacht habe ich maximal 3 Stunden geschlafen. Immerhin mehr als in der Nacht davor.
Und trotzdem bin ich nicht müde. Und ich habe auch keine Kopfschmerzen. Ich muss mir das nur sagen, damit ich mir nicht egoistisch oder egozentrisch vorkomme, wenn ich mich in meiner Wohnung verschanze. Warum mache ich mir eigentlich Gedanken darüber, dass es anderen vor den Kopf stoßen könnte, wenn ich sagen „Ich habe keine Lust auf Menschen, deswegen bleibe ich Zuhause.“?
Ich war gestern unterwegs. Das muss erstmal reichen.
Die Woche durchzocken wird allerdings nicht funktionieren. Ich habe bereits einen festen Termin und möchte morgen einen zweiten Termin festlegen. Bei dem ersten Termin handelt es sich um einen Termin bei einem Psychologen. Dieser soll mir bei meiner Impulskontrolle helfen. Der zweite Termin soll ein Besuch beim Allergologen werden. Nach diesem Wochenende sollte ich doch mal nach einem Allergietest fragen. Ständig unbeständig, meine Nase. Kaum draußen an der Luft, schon muss ich niesen. Und das ist nicht schön und macht auch keinen Spaß.
Deswegen sollte ich unbedingt mal dahin. Und dann lasse ich das testen. Dann kann ich auch gleich nachfragen, was ich bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. im Allgemeinen ja auch Allergien genannt, machen kann. Denn da steht auch so Einiges bei mir auf der Liste, was ich nicht mehr essen kann. Früchte/Obst vor allen Dingen: Orangen, Grapefruit, Äpfel, Weintrauben, Erdbeeren, Banane, etc. Von allem bekomme ich einen starken Juckreiz im Rachen und Mundraum und manchmal sogar auf meinen Lippen eine Art Ausschlag. Kennt ihr das, wenn es sich wie Ekel-Herpes anfühlt? So Beulen/Beulchen auf der Unterlippeninnenseite? Genau das. Nach ca. einer halben Stunde sind die Symptome allerdings wieder weg.

Und das mache ich alles nächste Woche. Den Rest der Woche verbringe ich dann wohl zockend. Zwischendurch vielleicht meine Wohnung sauber machen. Vielleicht mache ich das aber auch an dem ersten Sonntag. Mal sehen. Das werde ich nicht terminlich festlegen.

Mai 17

Gedankenspiele

Ich sitze Zuhause an meinem Laptop. Ich weiß, ich kann wieder mal nicht schlafen. Und da der Schlaf nicht kommt oder kommen wird, denke ich nach. Über viele verschiedene Sachen.
Zuletzt verstärkt über Respekt, Liebe und Vertrauen. Wo hört Respekt auf und wo fängt Liebe an? Und, kann man jemanden lieben für den man jeglichen Respekt verloren hat? Ist es respektlos jemanden zu ignorieren, den man eigentlich liebt und wenn das passiert, wie überlebt das Vertrauen und die Hoffnung, dass sich doch nochmal alles zum Besseren wendet? Ab wann darf ich mich abwenden? Wann darf ich mich selbst schützen? Und warum weine ich, wenn ich darüber nachdenke?
Es ist nicht leicht jemanden zu lieben, wenn man nicht kommuniziert. Wenn man die Hand ausstreckt und wartet, aber nichts passiert. Ich frage mich dann immer, ob ich irgendetwas falsch gemacht habe? Irgendetwas übersehen? Irgendetwas nicht gesagt? Oder zuviel gesagt?
Man fragt nach einer Antwort, kommt mit sich selbst nicht klar, überlegt, analysiert, und kaut Situationen immer und immer wieder durch.
Ab wann wird so aus Liebe Selbstgeißelung? Und soll man das erdulden in der Hoffnung, dass die Zeiten besser werden? Oder soll man gleich aufgeben? Kann ich darauf vertrauen, dass es besser wird? Oder bloß darauf, dass der Schmerz nur noch größer wird?
Wer oder was kann einem Erlösung geben, wenn man selbst nicht weiß, wo oben oder unten ist?
Gefangen in meinen Gedanken. Und niemand da, um sie zu teilen.
Ab wann wird so aus Liebe Hass? Wenn ich immer wieder und wieder mich nach vorne kämpfe, um abermals wie Mario im falschen Schloß zu sein? „Sorry, Mario, but our princess is in another castle!“
Wie oft muss ich mich öffnen und verwundbar machen bis es klappt? Warum habe ich keine Tränen mehr?
Ab wann wird so aus Liebe Gleichgültigkeit? Wenn das Vertrauen zerbrochen ist und ich selbst nur noch aus Scherben bestehe? Wenn ich weiß, dass ich, egal was ich tue oder sage, nicht anerkannt, respektiert oder erhört werde? Wenn ich mich selbst komplett aufgegeben habe und mir mein Herz blutet? Wann entscheiden wir, wie weit wir gehen und wann wir „Stop!“ rufen? Was kann unser Körper, unsere Psyche alles aushalten?
Warum nur tut es so weh?

Mai 16

Seriengeflüster

Ich liebe diese Serie: Lie to Me. Tim Roth ist ein großartiger Schauspieler. Und ich mag die Rolle des Dr. Lightman. Dass er Leuten nur zuzusehen brauch und merkt/sieht, wann sie etwas verbergen oder sie ihn anlügen. Manchmal habe ich auch solche Antennen. Dann merke ich auch wenn mir jemand etwas nicht erzählt oder mich anlügt. Wenn einem einer ins Gesicht lügt, dann finde ich das immer sehr dreist. Ich habe mir aber abgewöhnt mein Gegenüber dann daraufhinzuweisen, dass ich doch weiß, dass man mich anlügt. Und Dr. Lightman manipuliert seine „Opfer“ immer sehr gut.

Noch jemand, der das gut kann – und ich rede hier wieder von einem Seriencharakter – ist Det. Robert Goren gespielt von Vincent D’Onofrio. Ich gucke sehr gerne Law & Order – Criminal Intent. Eine meiner absoluten Lieblingsfolgen ist aus Staffel 1. Folge 5 um genau zu sein, Titel ist „Jones“ im Original. Zu deutsch: Vielweiberei. Vielleicht sollte ich mal wieder ein paar Folgen Criminal Intent gucken? Erste Staffel steht als DVD Box in meinem Regal.

Aber warum komme ich gerade da drauf? Ich schaue aktuell Netflix – Lie To Me. Liege dabei in der Wanne und genieße es wie Lightman die Wahrheit Stück für Stück aufdeckt. Auch eine meiner Lieblingsfolgen: Staffel 1 Folge 12. Zu deutsch „Geblendet“. Diese Folge kann ich auch jedem empfehlen.
Ich finde es übrigens sehr schade, dass die Serie nach der dritten Saffel abgesetzt wurde.

Ebenso wie Moonlight. Ich fand die Serie um Privatdetektiv und Vampir Mick St. John echt gut. Aber nach Staffel 1 war Schluss. Einschaltquote in Deutschland ist halt eben nichts in den USA.

Ich hoffe, dass das mit Grimm nicht passiert. Warte sehnsüchtigst auf die nächste Staffel auf Netflix. Will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Mit Game of Thrones wird es wohl nicht passieren. Diese Serie ist ein Bombenerfolg. Und auch da erwarte ich voller Spannung die neue Staffel. Habe bisher noch nichts gesehen und hoffe auch weiterhin auf keine Spoiler – nur so als Warnung.

Aber na gut. Dann liege ich halt in der Wanne und schaue meine Lieblings-Serien immerwieder und wieder an. Denn es sind gute Handlungsplots und die Charaktere sowie deren Entwicklung gefallen mir sehr. Und ich kann so schön dabei entspannen :)

Mai 16

Pfingstmontag

Es ist Pfingsmontag und ich sitze Zuhause. Ich kann aktuell nicht rausgehen, da mich die umherschwirrenden Pollen sofort in eine Niesattacke nach der anderen verfallen lassen. Eigentlich wollte ich heute meine Wohnung aufräumen und sauber machen. Aber meine gestrige Motivation ist wohl auch im Gestern geblieben. Stattdessen habe ich mir überlegt eine neue Homepage aufzubauen. Das kostet auch Zeit und wann hat man sonst Zeit für so etwas? Immer hat man irgendwas anderes zu tun und sei es nur auf dem Sofa liegen und Erdnüsse fressen beim Fernsehen.

Und so sitze ich jetzt hier in meinem „Schlafanzug“, bastel an einem WordPress, schreibe Details über mein Leben, die noch keiner kennt (s. About me) und höre dabei Marilyn Manson. Eine Mischung aus Portrait of an American Family, Antichrist Superstar, Mechanical Animals, Holy Wood und The Golden Age of Grotesque. Andere, neuere Alben sind nicht hörenswert. Ich habe keinen Bezug dazu. Es sind diese Alben, die mich auf meinen Weg führten, die mich davon abhielten schlimme Dinge zu tun. Doch der Biss von damals, diese Einstellung seinerseits, ist stark zurückgegangen. Ich kann ihn verstehen. Es muss sehr anstrengend sein für eine bessere Welt zu kämpfen und zuzuschauen wie alles den Bach runtergeht. Donald Trump als Präsident der U.S.A? Vielleicht erleben wir einen zweiten Holocaust damit? Dann hat Deutschland endlich nicht mehr alleine den Ruf der Nationalsozialisten. Was Einige nicht verstehen, ist ja die Tatsache, dass Nazis nicht nur Deutsche sind. Jeder kann ein Nazi sein. Dazu braucht es keine deutsche Herkunft. Man braucht nur eine Herkunft und die muss besser sein als alle Anderen.

Aber warum denke ich hier über Donald Trump nach? Der Mann ist ein Wahnsinniger. Ich könnte meine Zeit mit Besserem verbringen. Ich frage mich, ob mein Wunsch-Piercingstudio heute auf hat und dann fällt mir ein, dass es ja Pfingstmontag ist und wahrscheinlich alles zuhat. Backwerk hat auf. Zumindest der am Barbarossaplatz. „Auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet“ – habe ich mir gemerkt, denn meine Essgewohnheiten sind immernoch nicht wirklich stabil. Mal hab ich Essen im Haus, mal bediene ich mich meines Smartphones um mir irgendwas Überteuertes liefern zu lassen, weil ich wieder zu unorganisiert war um meinen Kühlschrank vor einem Sonntag zu befüllen. Aber heute habe ich genug Zutaten Zuhause. Jetzt muss nur meine Motivation mitspielen. Dann kann ich mir sogar was zu essen kochen. Und zu dieser Motivation gehört nicht nur der Drang „kochen wollen“ dazu, erst muss ich meine Küche erstmal benutzbar machen. Überall liegt Zeug rum. Leere Woknudelkartons, Zwiebelschalen, gebrauchte Handschuhe (ich schneide Knoblauch und Zwiebeln nur mit Handschuhen, da ich den Geruch in meinem Essen mag, aber nicht an den Händen) und hier Werbungsprospekte, leere Tüten von aufgegessenen Paprikaschoten und und und. Alles Müll, aber Müll, der nicht verderben kann. Also liegt er da so rum und wartet darauf, dass ich ihn einsammel und nach unten bringe. Alles so anstrengend.

Ich müsste auch Staub saugen in meinem Schlafzimmer. Und meine Klamotten auffalten, die ich letztens gewaschen habe. Aber auch dazu muss ich erst die passende Motivation finden. Die „Wäsche auffalt und wegräum“-Motivation und die „Boden leerräumen und Staub saugen“-Motivation. Denn mein Schlafzimmerboden ist übersät mit Zeitschriften, Jeans, T-Shirts, DVD-Schachteln, Heftern und anderem Papierkrams, der ja erstmal aufgesammelt werden will. Und das muss man ja nicht, denn drüber laufen ist ohne Probleme möglich.

Ich bekomme Hunger. Bis auf die oben erwähnten Erdnüsse habe ich heute noch nichts gegessen und auch noch nichts getrunken. Habe roten Multivitaminsaft in meinem Rucksack. Eine frische Ein-Liter Flasche. Sollte ich heute unbedingt noch leer machen, damit mein Flüssigkeitshaushalt zumindest annähernd stimmt. Alternative sind Energydrinks von Rockstar (geschicktes Productplacement und so). Ich mag Rockstar. Redbull, Monster und die ganze andere ungesunde Kacke schmeckt mir einfach nicht. Am liebsten habe ich Rockstar SuperSour Green Apple. Ich liebe Äpfel und da ich keine echten Äpfel aktuell essen kann, ist das meine Alternative. Ich befürchte, dass da nicht mal 0,0001% Essenz eines Apfels drin ist, aber die Chemie schafft es mir in Ansätzen einen künstlichen Apfel vorzugaukeln und damit habe ich kein Problem. Es erfüllt seinen Zweck. Die Kohlensäure ist zwar nicht so mein Ding, aber darüber sehe ich gern hinweg, wenn der Energydrink eben nicht nach aufgelösten Gummibären schmeckt.

Ich kann mir genau vorstellen, wie der Rest meines Tages aussieht. Ich werde nichts von alldem schaffen, woran ich eben noch gedacht habe, was ich hier geschrieben habe, sondern werde sicherlich irgendwelche YouTube Videos gucken, mir überteuertes, aber geiles Sushi bestellen und dann heute Abend ein Bad nehmen, dazu ein oder zwei Bier trinken, und dann ins Bett gehen. Denn morgen ist Dienstag und das heißt Arbeit. Ich werde mir den Wecker für 7 Uhr stellen, denn dann kann ich früh da sein und früh Feierabend machen. Aber aufstehen werde ich wohl erst um kurz nach 8 Uhr und dann um 9 Uhr auf der Firma aufschlagen, mir denken „Ach Scheiße, viel zu spät. Morgen machst du es besser. Heute ist ja eh All-U-Can-Eat Gambas. Es hätte keinen Sinn gemacht zwischen Arbeit und Essen gehen nach Hause zu fahren“ und mir damit mein Gewissen beruhigen. Aber es hätte Sinn gemacht, ich hätte mich umziehen können, noch eine Folge Ace of Diamond oder Food Wars gucken können und dann frisch los zum Restaurant.

Leben ist gar nicht so einfach…..